Aiven, der TherapieBegleitHund

Seit nunmehr 2 Jahren arbeiten ich Thomas Stubbe und der Chinesische Schopfhund Aiven als „Team Aiven“ ehrenamtlich als Teil der Malteser TherapieBegleitHunde Aschaffenburg.

Wir machen dies aus der Überzeugung heraus etwas Gutes zu tun und Menschen Freude und ein Lächeln zu schenken. Das Aufgabengebiet ist vielfältig. 

So sind Therapiebegleithunde in Pflegeheimen und Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen aktiv. Ebenso besuchen wir Kinderheime, Palliativstationen und Hospize. So werden wir in das Alltagsgeschehen oder die pädagogische Arbeit mit integriert, ohne dass die jeweilige Einrichtung selbst einen hohen organisatorischen, personellen oder kostenbeeinträchtigten Aufwand hat.

Doch bevor heute ein Team in den Einsatz gehen kann gilt es einige Hürden zu nehmen, daher sind die Anforderungen an das Team bei den Maltesern vielfältig und hoch. Am Anfang steht eine umfangreiche Ausbildung für Hundeführer und Hund. Dies sind aktuell die Voraussetzungen für ein Therapiebegleithundeteam (Stand 1.2020):

  • Erste-Hilfe-Kurs am Menschen
  • Erste-Hilfe-Kurs am Hund
  • Letzter-Hilfe-Kurs
  • Vortrag Recht und Versicherung durch einen Sachverständigen
  • Tagesseminar Körpersprache des Hundes sehen und verstehen
  • umfangreicher Wesenstest Mensch-Hund-Team durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für das Hundewesen
  • Schriftliche Prüfung des Hundeführers
  • mind. 20-25 Praxiseinsätze als Azubi (Begleitung eines erfahrenen Teams) ca. 30 Stunden  
  • mind. 6-8 Praxiseinsätze als Team (mit Begleitung eines erfahrenen Teams, incl. Feedback) ca. 9-16 Stunden

Die Ausbildung dient vor allem dem Zweck ein echtes Team zu bilden in dem Mensch und Hund einander vollkommen vertrauen können um sich auf die therapeutische Arbeit konzentrieren zu können. So halten Hundeführer und Hund stets Blickkontakt und es ist in der Verantwortung des Hundeführers Gefahren für Mensch und Hund rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls rechtzeitig einzugreifen. Wichtig ist dabei dem Hund die Sicherheit zu geben, dass seine Führungsperson alles für ihn klärt. 

Aber warum das alles?

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich der Kontakt zwischen Tier und Mensch positiv auf das Lebensgefühl und das Wohlbefinden des Menschen auswirken kann. Das eröffnet neue Wege in der Betreuung und Therapie von Menschen, die sich den Kontaktwunsch zu Tieren nicht (mehr) eigenständig erfüllen können. Hierzu gehören zum Beispiel Menschen in Pflegeheimen, Menschen mit Behinderungen, Menschen in psychiatrischen Einrichtungen.

Was sind Therapiebegleithunde und was können sie bewegen?

  • Sie bauen Brücken zwischen den Menschen/Therapeuten
  • Sie lösen Spannungen jeder Art
  • Sie decken Bedürfnisse auf
  • Sie orientieren sich am Menschen
  • Sie sind geduldig
  • Sie sind vorurteillos
  • Sie sind zärtlich
  • Sie sind einfühlsam

Darüber hinaus  können Tiere: 

  • Lebensfreude schenken
  • Sozialkontakte fördern und ermöglichen
  • Ausdruck von Gefühlen erleichtern
  • Sinnes- und Bewegungsanreize setzen
  • Körperkontakt ermöglichen
  • Einsamkeit abbauen

Aber was ist das besonders an der Tiergestützten Therapie?

Tiere nehmen die Menschen so an wie sie sind, kennen keinerlei Vorurteile oder Abwehr durch Angst vor Verletzbarkeit. Sie lehren uns Vertrauen in ein anderes Wesen zu haben, dessen Sprache sie nur bruchstückhaft verstehen. Tiere leben intensiv das Jetzt und Hier und denken nicht über das Gestern oder Morgen nach. Üblicherweise dauert ein Einsatz 45 – 60 Minuten. Da diese Arbeit besonders für den Hund sehr anstrengend und erschöpfend ist wird ein Team nur einmal täglich eingesetzt. Aktuell sind 55 Teams in 43 Einrichtungen und 12 Einzeltherapien ehrenamtlich aktiv. Team-Aiven ist ein Teil davon und wir sind sehr glücklich dabei sein zu dürfen. 

Auf Grund der besonderen Voraussetzungen und auf meinen eigenen Wunsch hin wird Team Aiven vorzugsweise im Bereich der Kinderbetreuung und -therapie eingesetzt. So besuchen und betreuen wir zum Beispiel zusammen mit der verantwortlichen Betreuerin ein autistisches Mädchen sowie Kinder mit Down-Syndrom. Es ist faszinierend zu sehen welche Wirkung Aiven auf die Kinder hat. Am ersten Therapietag, beim Anblick eines Hundes, zum Teil noch panisch weggerannt, gehen sie mittlerweile zusammen mit mir und Aiven spazieren, holen sich selbstständig Leckerchen aus einem Beutel und geben diese Aiven und greifen eigeninitiativ die Führleine um mit Aiven zu laufen. Momente die auch mein Herz immer wieder aufs Neue sehr berühren. Hier schließt sich der Kreis. Wir machen dies aus der Überzeugung heraus etwas Gutes zu tun und Menschen Freude und ein Lächeln zu schenken.

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